Bei der Extratour Der Hilderser handelt es sich um eine Wanderung, die im Rahmen der „Extratouren Rhön“ eingerichtet wurde. Wie er Name schon sagt erwandert man die Gegend östlich der Rhöngemeinde Hilders und passiert dabei den Buchschirmberg, den Battenstein mit seiner Kapelle und Kreuzweg und die Ruine Auersburg von der man einen tollen Ausblick in die Rhön mit Wasserkuppe und Milseburg hat.

Geparkt werden kann entweder am Wanderparkplatz „Köpfchen“ oder am Parkplatz nahe der Kneipp-Anlage in der Sandgasse, Hilders. Wir entschieden uns für den Parkplatz am Köpfchen, sodass der folgende Bericht von dort ausgeht. Der unten verlinkte Track weicht auch ein klein wenig vom ausgeschilderten Weg ab, wir sind vor der Kneipp-Anlage abgebogen um auf einem Bogen zur Mariengrotte in Hilders zu gehen.

Tourenbericht

An einem sonnigen Herbsttag im September haben wir uns auf den Weg gemacht den Hilderser zu erwandern – schließlich müssen wir so langsam mal unsere „neue Heimat“, die Rhön, etwas besser kennenlernen. Geparkt haben wir am Wanderparkplatz „Köpfchen“ und sind von dort aus den Hilderser gegen den Uhrzeigersinn gegangen.


Vom Parkplatz aus sind es nur gute 2 Kilometer bis zur Ruine „Auersburg“, auf denen man aber bereits an der beeindruckenden Altholzinsel am Auersberg vorbeikommt. Hier steht ein Altbuchenbestand, der aus durchschnittlich über 150 Jahre alten Buchen besteht.

Im weiteren Verlauf des Weges muss man den Hilderser einmal kurz verlassen um die, etwas abseits vom Weg liegende, Ruine „Auersburg“ zu erreichen. Die ehemalige Höhenburg wurde erstmals 1214 erwähnt (ihre Ursprünge reichen aber wohl weiter zurück) und besteht heute nur noch aus der Umfassungsmauer und einem versperrten Keller. Vom 2007-2008 komplett sanierten Aussichtsturm hat man einen tollen Ausblick auf die Rhön mit der Wasserkuppe und der markanten Milseburg – ein Aufstieg lohnt sich also.

Der Hilderser
Die markante Milseburg

Weiter geht es über immer noch aussichtsreiche Pfade in Richtung Hilders, wo man nach ca. 2,5 km die dortige Mariengrotte erreicht. Kurz darauf passiert man die zweite Parkmöglichkeit an der Kneipp-Anlage in der Sandgasse, wo man kurz Rast machen kann und die Beine bei einer Runde „kneippen“ wieder entspannen kann. Leider hat eine Kneipp-Kur ja nie etwas mit einer „Kneipe“ zu tun, auf eine Hopfenkaltschale muss man hier also leider Gottes verzichten 🙁

Apropos Gott… Nach weiteren 1,5 Kilometern erreichen wir den Kreuzweg, der den Eingang zur Anlage am Battenstein markiert. Die 14 Stationen des Kreuzwegs stammen aus 1755-1761, ihre Restaurierung wurde 2013 nach 5-jähriger Bauzeit abgeschlossen. Am Ende des Kreuzwegs, auf dem Gipfel des Felsen, steht die Wallfahrtskapelle St. Maria. Wenn man der Jahreszahl über der Tür glauben darf wurde sie 1706 erbaut. Hinter der Kappelle befindet sich, etwas abseits vom Weg, noch ein Arme-Seelen-Häuschen, das 1827 erbaut wurde.

Nach der Kapelle geht es zunächst noch durch ein Waldstück, bevor man über „rhöntypische“ Wiesenwege auf den Buchschirmberg zugeht, dessen Gipfel mit einem markanten Holzkreuz markiert ist, das man schon vom Fuße des Aufstiegs sehen kann. Bei schönem, wie auch bei schlechtem, Wetter bietet sich die Aussichtsplattform unweit des Gipfelkreuzes als Rastpunkt an. Von der sogenannten „Hilderser Krone“ (wenn man sie sieht kennt man den Ursprung des Namens) hat man abermals einen tollen Ausblick auf die umliegende Rhön. Die Wiese drum herum bietet sich bei schönem Wetter als Rastplatz an, bei weniger schönen Bedingungen bietet die „Krone“ auch ein paar überdachte Sitzplätze.

Der Rückweg ist von hier aus fast geschafft. Man kommt noch an der Klubhütte des Rhönklubs Simmershausen vorbei und ist nach kurzer Zeit zurück am „Köpfchen“.

Fazit

Auf gut 12 Kilometern erlebt man auf dem „Hilderser“ alles was die Rhön zu bieten hat. Der Weg führt zu einem erheblichen Teil über Pfade und nicht nur über „Waldautobahnen“, was das gehen sehr abwechslungsreich macht. Die meisten Teilstrecken sind aber wohl dennoch bei Nässe gut zu gehen – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Die „Sehenswürdigkeiten“ auf dem Weg sind diese Bezeichnung wirklich wert und liegen allesamt auch gut verteilt – man läuft also nicht 10km im „nichts“ um dann auf den letzten 2 km alles auf einmal vorgesetzt zu bekommen. Wie es sich für die „Extratouren“ gehört bieten ausreichend Bänke auch immer wieder eine Möglichkeit Rast zu machen, wobei sich hierfür die Ruine Auersburg, die Battenstein-Anlage oder die „Krone“ auf dem Buchschirmberg am ehesten anbieten.

Wir waren insgesamt 4 Stunden unterwegs und haben uns dabei viele Schautafeln durchgelesen, 2 Pausen gemacht und jede „Sehenswürdigkeit“ inspiziert.

Der Hilderser
Der Hilderser

Informationen

Strecke12,6 km
Aufstieg420 HM
Abstieg420 HM
Gehzeit (inkl. Pausen)4:00 h

GPS-Track bei outdooractive.com

Parkplatz „Köpfchen“: N50° 35.007′ E10° 00.908′
Parkplatz „Kneipp-Anlage“: N50° 34.359′ E10° 00.698′
Ruine „Auersburg“: N50° 35.330′ E9° 59.801′
Mariengrotte: N50° 34.390′ E10° 00.490′
Wallfahrtskappelle St. Maria: N50° 33.925′ E10° 01.280′
Aussichtsplattform „Hilderser Krone“: N50° 34.442′ E10° 01.787′