Mitte Dezember 2017 hat es uns dann gereicht: Keinerlei Schnee in Fulda und wenn, dann blieb er höchstens bis zum nächsten Tag liegen. Also planten wir eine Winterwanderung in der Rhön und fuhren am 17. Dezember an den Guckaisee um von dort in Richtung Wasserkuppe zu wandern und ein wenig Schnee unter die Füße zu kriegen.

Dass es am Ende allerdings so viel Schnee sein wird, dass Schneeschuhe gar nicht verkehrt gewesen wären wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Tourenbericht

Die Route führt euch vom Parkplatz Guckaisee westlich am See vorbei und über den Pferdskopf (875m) nach Osten zum Fernwanderweg E6, den wir aber kurz darauf wieder in Richtung Ausgangspunkt verlassen.



Bereits am Parkplatz sahen wir die Schneemassen an den Seiten und waren überrascht hier so viel Schnee vorzufinden. Am Anfang folgen wir der Beschilderung der Extratour „Guckaisee“ und passieren den See westlich. Kurz darauf kommt auch schon das Highlight der ganzen Tour: Der Aufstieg zum Pferdskopf. Dazu verlassen wir den breiten Wirtschaftsweg und biegen in ein verschneites Winterwonderland ein. Ein, mit einem Geländer gesicherter Pfad, führt uns zunächst über Stufen, danach durch steiles Gelände zunächst zum Goldborn. Der Schnee lag hier schon mehr als knöchelhoch und wir waren gespannt was uns auf dem offenen Gelände am Pferdskopf erwarten wird.

Nachdem wir den Wald verlassen hatten und sich das Gelände geöffnet hat wateten wir durch knietiefen Schnee, zunächst aber noch windgeschützt am Westhang des Pferdskopfs. Bevor man nach rechts zum Pferdskopf abbiegt kann man noch einen Abstecher zu einer kleinen Höhle westlich davon machen, die sich bei guter Sicht auf jeden Fall lohnt.

Pferdskopf

Pferdskopf

Nachdem wir den Pferdskopf erreicht hatten ging es noch einen letzten kleinen Anstieg hinauf bevor es dann wieder nach unten in die Senke vor dem Anstieg zur Wasserkuppe ging. Die Sicht war an dem Tag so schlecht, dass wir froh waren das GPS-Gerät dabei zu haben, denn Wege oder Schilder waren nicht zu erkennen. Immer wieder sackten wir fast bis zur Hüfte in den Schnee ein und wurden dabei von starkem Wind begleitet. Genauso hatten wir uns den Tag vorgestellt 🙂

Ursprünglich wollten wir bis zur Wasserkuppe aufsteigen. Da das Wandern im knietiefen Schnee aber wirklich kraftraubend war, entschieden wir uns dazu das Ganze abzukürzen und am Fuße des Anstiegs östlich zum E6 zu queren. In dem Bereich liegt noch ein kleiner Unterstand, den wir für eine kleine, windgeschützte, Pause nutzten bevor es dann nur noch bergab ging.

Auf dem Weg zum Guckaisee passiert man noch das Goldloch, wo früher nach Bodenschätzen gegraben wurde. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter zum Guckaisee, der im Winter still und ruhig zwischen den verschneiten Bäumen liegt.

Nach gut 1,5 Stunden hatten wir die 4,1 km und 240 Höhenmeter hinter uns gebracht.

Fazit

Mit der Tour macht man schon im Sommer nichts verkehrt, besonders der Anstieg zum Pferdskopf ist aber im Winter einfach doppelt schön. Besonders die erste Hälfte fordert aber auch Kraft und Kondition, sodass gerade im Winter die 4 Kilometer reichen um eine fordernde Wanderung hinter sich gebracht zu haben.
Je nach Bedingung kann man das Ganze auch sicherlich sehr sehr gut mit Schneeschuhen gehen.

Wer will kann den Anstieg zur Wasserkuppe noch mitnehmen und dort in der Märchenwiesenhütte einkehren oder sich am Ende in den Guckaistuben (http://www.guckaistuben.de/) von innen und außen aufwärmen.

Informationen

Strecke 4,1 km
Aufstieg 240 HM
Abstieg 240 HM
Gehzeit (inkl. Pausen) 1:30 h

GPS-Track bei outdooractive.com

Parkplatz „Guckaisee“: N50° 29.014′ E9° 55.101′
Pferdskopf: N50° 29.455′ E9° 55.250′
Goldborn: N50° 29.290′ E9° 55.170′
Unterstand: N50° 29.500′ E9° 55.969′