Die traditionelle 1.-Mai-Wanderung führte uns dieses Jahr zu einer Wanderung am Schwarzen Moor im Dreiländereck der bayerischen Rhön. Unser Ziel war es dabei möglichst viele „Hotspots“ mitzunehmen und wir denken, dass uns das mit dieser Tour ganz gut gelungen ist.

Wanderung am Schwarzen Moor: Dreiländereck, Schwarzes Moor, Frauenhöhle, Thüringer Hütte und Eisgraben

Auf dieser Wanderung erwarten euch so ziemlich alle Highlights, die man auf knapp 20 Kilometern erreichen kann. Vom Dreiländereck geht es am Schwarzen Moor vorbei (den Bohlenweg durch das schwarze Moor kann man am Ende noch begehen). Im Anschluss über Wiesenwege, mit traumhaften Aussichten in die Rhön, zum verwunschenen Eisgraben und am Georgs-Brunnen vorbei zur Frauenhöhle.

Eine Einkehrmöglichkeit bietet die folgende Thüringer Hütte oder man wartet bis zum vermutlich schönsten Rastplatz der Rhön am Eisgraben Wasserfall.



Tourenbericht

Wir starten die heutige Wanderung am Parkplatz „Schwarzes Moor“ zwischen Ehrenberg und Frankenheim. Hier gibt es ein Kiosk mit stark umworbener Bratwurst (ob sie tatsächlich so gut ist wie angepriesen muss am Ende jeder für sich entscheiden 🙂 ), Sitzgelegenheiten und Toiletten. Die Parkplätze sind allesamt kostenlos.

Vom Parkplatz aus geht es zunächst über Wiesenwege, mit fantastischen Ausblicken in die Rhön, Richtung Osten. Nach etwa 3 Kilometern wird der Pfad immer schmaler und endet schließlich auf einem Waldweg, der eher dazu tendiert ein alter Rückeweg zu sein. Je weiter man dem Weg folgt, desto weniger ist er als solcher erkennbar. Auf den letzten 100 Metern haben wir den Weg dann auch verloren, man sah aber bereits den Wirtschaftsweg auf dem man herauskommen will. Lasst euch hier also nicht beirren, wenn der Weg mal nicht mehr erkennbar sein sollte. Hat man den Wirtschaftsweg erreicht kann man aus der Richtung den Weg gut erahnen, von der anderen Seite ist es etwas schwieriger und man muss die letzten Meter querfeldein gehen.

Der Wirtschaftsweg, auf dem wir uns jetzt befinden, führt uns zu einer kleinen Kreisstraße. Hier führt kein Weg dran vorbei: Wir müssen der Straße ein paar Meter nach unten folgen. Da man direkt in einer Spitzkehre rauskommt muss man hier etwas aufmerksam sein. Nach wenigen Metern biegt man aber wieder rechts in den Wald ein.

Eisgraben

Ab hier nähern wir uns dem verwunschenen Eisgraben. Der Weg führ oberhalb des Grabens entlang, am Fuß fließt der gleichnamige Fluß „Eisgraben“ und der gesamte Graben wirkt wie eine Schutthalde voller Basaltbrocken. Auf halbem Weg erreicht man den Georgsbrunnen, der bei unserem Besuch sehr viel Wasser führte. Hier hat man also sicherlich die Möglichkeit etwas Wasser abzufüllen. An der folgenden Holzbrücke überqueren wir den Eisgraben und folgen dem Weg bergauf zur Frauenhöhle.

 

 

Zur Frauenhöhle muss man dann den Weg kurz verlassen (Weg ist ausgeschildert), das Plätzchen bietet sich aber für die erste kleine Rast sehr gut an. Der weitere Weg führt uns vorbei am Zeltplatz Hillenberg (ebenfalls Parkmöglichkeiten) und wieder auf einen rhöntypischen Wiesenweg (mit flächendeckendem Bärlauchbewuchs nebenan).

Kleine Waldpfade führen uns nun zum Fuß der Rother Kuppe. Parallel zur Straße geht es von hier zur Thüringer Hütte. Die Thüringer Hütte bietet, neben einer Einkehrmöglichkeit, natürlich auch Parkplätze. Wer also eher von Süden aus anreist parkt lieber hier.

 

Im Anschluss an die Thüringer Hütte wandern wir wieder über die typischen Wiesenwege zur Hochrhönstraße. Ab hier kommt der weniger schöne Teil der Tour: Ab hier führt der Wanderweg (übrigens auch ein offiziell ausgeschilderter Weg) entlang der Hochrhönstraße etwa 1,5km bis zur Abzweigung zum oberen Teil des Eisgrabens.

 

Ab hier verlassen wir den Weg parallel der Straße erstmal wieder um zum vermutlich schönsten Rastplatz der Rhön am Eisgraben-Wasserfall zu gelangen. Hier sollte man unbedingt die letzte Rast einlegen, denn die Wanderung neigt sich dem Ende und schöner wird es nicht mehr…

Eisgraben-Wasserfall

Vom Rastplatz aus geht es zunächst in einem Bogen nach Osten bevor wir uns langsam wieder der Hochrhönstraße nähern und den letzten Kilometer parallel zu dieser bis zum Parkplatz am Schwarzen Moor gehen.

Fazit

Die Tour verbindet auf knapp 20 Kilometern sehr viele Highlights im Bereich des schwarzen Moors. Blendet man den Weg entlang der Hochrhönstraße aus, wandert man fast ausschließlich auf schönen Waldwegen, über Wiesen und kleine Pfade. Verbunden mit den Einkehrmöglichkeiten an der Thüringer Hütte und am Parkplatz „Schwarzes Moor“, sowie den vielen schönen Rastplätzen (zum Beispiel an der Frauenhöhle, dem Wasserfall Eisgraben oder zwischen Rother Kuppe und Thüringer Hüte) bietet sich hier wirklich eine erstklassige Rhönwanderung.

Informationen

Strecke 18,4 km
Aufstieg 550 HM
Abstieg 550 HM
Gehzeit (inkl. Pausen) 5:30 h

GPS-Track bei outdooractive.com

Parkplatz „Schwarzes Moor“: N50° 31.455′ E10° 04.345′
Parkplatz „Hillenberg“: N50° 29.754′ E10° 05.956′
Parkplatz „Rother Kuppe“: N50° 28.972′ E10° 05.908′
Georgsbrunnen: N50° 30.108′ E10° 05.875′
Frauenhöhle: N50° 30.001′ E10° 05.696′
Thüringer Hütte (mit Parkplatz): N50° 28.731′ E10° 04.886′
Rastplatz „Eisgraben-Wasserfall“: N50° 30.298′ E10° 04.633′