zurück zu: Der Utvandrarleden

Wir fuhren am Vortag mit dem Zug nach Kopenhagen, holten dort unseren reservierten Mietwagen ab und fuhren über die Öresundbrücke weiter über Malmö nach Lund. Dort verbrachten wir die erste Nacht auf schwedischem Boden in einem Hotel um am nächsten Morgen, nach einem letzten ausgiebigen Frühstück, weiter nach Korrö zu fahren.

Übersicht
1. Der Utvandrarleden
2. Tag 1: Korrö -> Sandsjön
3. Tag 2: Sandsjön -> Kinnen
4. Tag 3: Kinnen -> Flaken
5. Tag 4: Flaken -> Löften
6. Tag 5: Löften -> Ljuderssjön
7. Tag 6: Ljuderssjön -> Korrö
8. Fazit

Dort kamen wir pünktlich um 11 Uhr an, stellten unseren Mietwagen auf dem großen Parkplatz in Korrö ab und konnten unser Abenteuer um 11:30 Uhr starten. Das Wetter wollte uns wohl beeindrucken und zeigte sich von seiner besten Seite: 15 Grad und strahlender Sonnenschein, besser kann es zum Wandern nicht sein.

Und dann beginnt die Wanderung auch noch mit einem Highlight: Dem Naturreservat des Ronnebyan Flusses bei Korrö. Wir folgen dem wilden Ronnebyan durch eine grüne, verwunschene Wiesenlandschaft. Leider ist das Reservat nur sehr klein, sodass der Spaß ziemlich schnell wieder rum ist und zu einem Picknick sind wir dann doch noch nicht lange genug unterwegs.

Zu Beginn sahen wir bereits die Wegmarkierungen: Rot markierte Holzpfähle führen uns entlang des Utvandrarleden.

Weiter führt unser Weg durch mooriges Gelände, immer noch entlang des Ronnebyan. Teilweise laufen wir hier auf einem Damm, der in den 1940ern per Hand als Schutz vor Überschwemmungen angelegt wurde.

Das kleine Örtchen Bro empfängt uns gleich zu Beginn mit den typischen roten Holzhäusern mit weißen Fensterrahmen und ein kleiner Rastplatz an der zentralen Kreuzung lädt zur ersten Rast dieser Tour ein, die wir aber erstmal ausgelassen haben.

Etwas negatives hat Bro allerdings: Die asphaltierte Straße. Dieser müssen wir ab hier leider zwei Kilometer folgen. Es wird uns auf dem Utvandrarleden noch das ein oder andere Mal passieren, dass wir über asphaltierte Straßen und Wege gehen müssen – von der Wildnis des Sarek sind wir halt doch ein ganzes Stück entfernt. Es handelte sich aber immer um sehr wenig befahrene Straßen, uns begegnete nur ganz ganz selten mal ein Auto und wenn, dann waren sie sehr rücksichtsvoll und haben immer gegrüßt 🙂


Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, der Baumschule von Flaboda, kommen wir am See Vikholmen vorbei – hier lädt wieder eine Sitzgruppe ein doch endlich mal Rast zu machen, ws wir dann tatsächlich auch taten. Ein paar Meter weiter führt, laut Karte, ein Weg zu einer Badestelle am See. Diesen kleinen Abstecher haben wir uns gespart, denn trotz Sonnenschein luden die Außen- und besonders Wassertemperaturen nicht zum Baden ein.

Die Baumschule von Flaboda ist beeindruckend  groß und am Anfang weiß man erst einmal gar nicht für was dieses riesige Gelände eigentlich gedacht ist. Viel wichtiger an diesem Zwischenziel ist aber, dass wir hier wieder auf angenehme Wege treffen.

Wir verlassen die Straße und biegen links in Richtung des Sees Bastjön ab. Hier findet sich wieder ein kleiner Rastplatz – diesmal sogar mit Feuerstelle und Mülleimer. Je nach Tourenplanung kann man hier, wenn man es etwas abseits macht, auch sein Nachtlager aufschlagen.

Wir wollten heute aber noch ein paar Kilometer weiterlaufen, da sonst der Folgetag so lang geworden wäre.

Blick auf den See Bastjön
„Haus am See“

Ein paar Minuten später erreichten wir einen kleinen See, der westlich des Bastjön lag. Dort gab es eine kleine Badestelle an der wir uns vornahmen unsere Wasservorräte aufzufüllen. Wir hatten dazu den kleinen Care Plus/Katadyn Wasserfiter dabei, der bei den guten Gewässern in Schweden auch vollkommen ausreichend sein sollte. Das einzige Problem war der viele Blütenstaub in den Gewässern. Ein Vorfilter wäre hier sinnvoll gewesen, denn zum Ende der Tour kam das Wasser nur noch tröpfchenweise aus dem Filter.

So langsam begannen wir dann uns nach einem geeigneten Zeltplatz für die Nacht umzusehen. Für uns war das neu: Bisher waren wir nur auf Wegen unterwegs an denen es feste Bereiche für die Zelte gab (Laugavegur oder Trekking im Pfälzer Wald). Entsprechend waren wir vermutlich etwas zu wählerisch bei der Wahl des Platzes, sodass wir erst recht spät eine geeignete Lichtung fanden. Nach 15 Kilometern schlugen wir dann unser verdientes Nachtlager auf

weiter zu: Tag 2: Sandsjön -> Kinnen