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Der zweite Tag startete erwartungsgemäß früh: Gegen das Ausschlafen haben die ganzen Wasservögel etwas und morgens lange im Zelt rumliegen ist nicht unser Ding – dann gehen wir lieber früher los und sind Abends länger am Zeltplatz um in Ruhe zu kochen, Wasser zu filtern, etc.

Übersicht
1. Der Utvandrarleden
2. Tag 1: Korrö -> Sandsjön
3. Tag 2: Sandsjön -> Kinnen
4. Tag 3: Kinnen -> Flaken
5. Tag 4: Flaken -> Löften
6. Tag 5: Löften -> Ljuderssjön
7. Tag 6: Ljuderssjön -> Korrö
8. Fazit

Der heutige Tag sollte uns an der „Klostergrottan“ vorbeiführen, einer Art Höhe, die vermutlich bereits in der Steinzeit bewohnt war. Als Ziel haben wir uns heute den Windschutz am See Kinnen ausgeguckt.

Zunächst führt der Weg zurück an den See Sandsjön, man hat aber zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf das Wasser, da man meist etwas oberhalb des Sees entlang läuft.

Blick auf den Sandsjön

Nach etwa zwei Kilometern erreichen wir wieder eine kleine Straße, die uns in Richtung Konga führt. Weit vor dem Ortseingang befindet sich eine Tankstelle mit einem kleinen Shop (Info aus der Karte, wir waren selbst nicht dort). Folgt man dem ausgeschilderten Weg komm man allerdings nicht direkt an der Tankstell vorbei, der Weg führt in einer kleinen Schleife zurück zum Sandsjön und von dort zum Übergang zwischen Sandsjön und Krokfjorden.


Wer sich ein paar Meter sparen will, oder die Tankstelle besuchen möchte, bleibt einfach auf der Straße und biegt dann bei der Tanke links ab. Folgt man dem Weg noch weiter geradeaus, kommt man nach einigen hundert Metern in das Örtchen Konga, das eine etwas erweiterte Infrastruktur (in den Sommermonaten wohl auch ein Schwimmbad) zu bieten hat.

Wir wechseln die Seiten und folgen nun dem Ostufer des Krokfjorden in Richtung Süden bevor wir in Richtung Osten in Richtung Klostergrottan abbiegen. Auf diesem Teilstück kamen uns auch die einzigen Wanderer auf der gesamten Strecke entgegen.

Blick auf den Krokfjorden

Hier zeigt sich der Utvandrarleden wieder von seiner besten Seite. Schon am zweiten Tag ist ersichtlich: Auf dem Weg muss man zwar immer mal wieder über asphaltierte Straßen oder Dirtroads gehen, kurz darauf läuft man aber über so abwechslungsreiche Wege und Landschaften, dass dieses „Übel“ direkt wieder vergessen ist.

Die „Klostergrottan“ ist unser nächstes Ziel. Bis auf die Möglichkeit hier gemütlich Rast zu machen ist sie allerdings nichts „besonderes“. Eine kleine Höhle, die sich gebildet hat, weil ein Felsblock aus dem Massiv herausgepresst wurde. Diese Art von „Höhle“ findet man auch in Deutschland zuhauf.

Klostergrottan

Von der Klostergrottan geht es in großen Schritten in Richtung Nachtlager am See Kinnen.

Im kleinen Örtchen Flisehult (wenn man es überhaupt Örtchen nennen kann) hat man die Wahl: Richtung Norden zu einem Windschutz abbiegen, dann muss man den selben Weg am nächsten Tag aber erstmal wieder zurück laufen.

Oder man geht von Flisehult noch vier Kilometer weiter, umrundet den See Kinnen südlich und nächtigt am dortigen Windschutz am Ostufer. Genau so haben wir es vor gehabt.

Von Flisehult aus läuft man direkt auf das südliche Ufer des Kinnen zu und umrundet den südlichen Teil, zwischen Kinnen und Kalven bis man am Ostufer wieder herauskommt. Dort trifft man auf eine Forststraße, der man nur noch etwa 300 Meter zum Windschutz folgen muss.

Der Platz war einfach traumhaft: Ein, nach vorne offener, Windschutz, zwei Bänke, eine Feuerstelle und das Alles direkt am See Kinnen – besser geht es nicht. Wir konnten also in Ruhe Wasser filtern, unser Essen kochen und in den letzten Sonnenstrahlen noch etwas lesen und die Route für den morgigen Tag studieren.

Da wir am Ende nicht mehr damit rechneten noch Gesellschaft zu bekommen entschieden wir uns dazu das Innenzelt unseres Nordisk Oppland im Windschutz aufzubauen. Leider gab es keinen passenden Platz für das Zelt (das Oppland 3 hat halt leider eine mächtig große Grundfläche) und die Nächte waren doch recht kühl. Mit etwas Reepschnur und ein bisschen duct tape ließ sich das Innenzelt aber problemlos innerhalb des Windschutzes aufbauen.

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