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Der dritte Tag startet Richtung Nordosten zum See Djuposjön. Die Anzahl an Seen ist hier wirklich enorm…

Übersicht
1. Der Utvandrarleden
2. Tag 1: Korrö -> Sandsjön
3. Tag 2: Sandsjön -> Kinnen
4. Tag 3: Kinnen -> Flaken
5. Tag 4: Flaken -> Löften
6. Tag 5: Löften -> Ljuderssjön
7. Tag 6: Ljuderssjön -> Korrö
8. Fazit

Egal an welchem Punkt der Tour man sich befindet: Man ist immer in höchstens 30 Minuten an einem See – die Wasserversorgung ist also wirklich komfortabel.

Die Wege in Richtung Djuposjön sind mal wieder sehr abwechslungsreich. Manche von ihnen lassen uns eher denken, dass wir in Italien sind, der nächste „flowige“ Pfad bringt uns aber direkt zurück nach Schweden – insgesamt nicht nur landschaftlich unglaublich schön, sondern auch in guter Mix aus „Kilometer machen“ und „kleine, anspruchsvolle Pfade durch tolle Landschaft“.

Schwedische Ortsnamen sind ja manchmal schon amüsant, der Ort „Yxnanäs“ am Nordufer des Djuposjön gehörte dabei aber definitiv zu unseren Favoriten 🙂


Kurz vor Yxnanäs wechselt der Belag erst einmal wieder zwischen Schotterpiste und Asphaltstraße auf denen wir den See Kvesen an seinem südlichen Ufer passieren.

Und wie es für den Utvandrarleden typisch ist kommt nach einem längeren Stück Piste wieder ein unglaublich abwechslungsreiches Teilstück. Kleine, wilde Flüsse und Trampelpfade durch junge Birkenwälder mit Gesteinsbrocken so groß wie eine Gartenhütte. Man weiß manchmal nicht wo man zuerst hinschauen soll…

So vergingen die ersten 12 Kilometer heute fast schon zu schnell und wir fanden bei Rammsjö einen Platz für eine kleine Rast. Rastplätze und Bänke sind auf dem Utvandrarleden bei weitem nicht so häufig zu finden wie auf einem deutschen Premiumwanderweg – es findet sich aber eigentlich immer irgendwo ein Felsbrocken oder Baumstamm für eine gemütliche Rast.

Unser Tagesziel was der See Flaken, an dessen Ufer sich wieder zwei Windschutze befinden sollten.

Im kleinen Örtchen Häljanäs, durch das man kurz vor Ende der Etappe kommt, gibt es laut Karte auch ein „open swimming“ mit Duschen, Toiletten und Campingplatz. Das Einzige, das wir am Wegesrand sahen, war eine privat vermietete Wiese. Wo sich dort allerdings Duschen befinden sollten fragen wir uns heute noch…

Vielleicht gibt es irgendwo im Ort noch einen anderen Campingplaz, wir zogen einfach weiter in Richtung Flaken, wollten wir doch eh lieber in der Natur campieren.

Von Häljanäs sind es noch circa zwei Kilometer bis zu dem Ort an dem sich der Windschutz befindet Um Verwirrung und erschrockene Gesichter zu vermeiden: Die Terrängkartan-Karte zeigt zwei Hütten, die Karte von utvandrarleden.se davon nur die erste (oder die Markierung ist sehr ungenau gesetzt). Und genau dieser erste Windschutz ist eine Bruchbude erster Klasse.

Geht also einfach noch ein paar Minuten weiter, der nächste Platz liegt direkt am Weg, ist nicht zu verfehlen und wirklich schön.

See „Flaken“

Die Hütte hat wieder eine Feuerstelle und liegt direkt oberhalb des Sees. 30 Meter zu frischem Wasser und eine Feuerstelle – Zeit für etwas Luxus: Waschen mit warmen Wasser…

Unser Spiritus ist meistens knapp für das Abendessen und den Kaffee am Morgen abgemessen, sodass das (und der Topf mit heißem Tee) für uns dann wirklich ein kleiner Luxus ist.

Abendstimmung am See Flaken

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