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Der vierte Tag begann mit dem bisher wärmsten Morgen der Tour – vielleicht als Vorab-Entschädigung für die kommende Nacht?

Übersicht
1. Der Utvandrarleden
2. Tag 1: Korrö -> Sandsjön
3. Tag 2: Sandsjön -> Kinnen
4. Tag 3: Kinnen -> Flaken
5. Tag 4: Flaken -> Löften
6. Tag 5: Löften -> Ljuderssjön
7. Tag 6: Ljuderssjön -> Korrö
8. Fazit

Vermutlich war es wegen des schönen Wetters, dass wir heute erst gegen 10 Uhr aufbrachen. Aber wir sind ja schließlich im Urlaub…

Unser heutiges Ziel ist der Windschutz am Nordufer des Sees Löften. Wir rechneten, beim Überfliegen der Karte, mit 17 Kilometern. Dazu müssen wir sagen: Karte lesen müssen wir noch üben – wir hatten uns mächtig verschätzt.

Der heutige Tag ist leider geprägt von Schotterpisten und asphaltierten Straßen, die ersten 5 Kilometer Richtung Langsjö solltet ihr daher genießen.

Es geht über, teilweise schmale, Pfade durch einen sehr schönen und (meistens) dichten Nadelwald. Auf dem gesamten Utvandrarleden sind uns allerdings auch sehr viele abgeholzte Flächen begegnet, die weniger einladend aussahen.


Wir hatten die Hoffnung eventuell in Langsjö etwas einkaufen zu können, bis der Utvandrarleden im Ort abzweigt liegt aber leider kein Supermarkt und auf einen, vielleicht erfolglosen, Umweg ins Dorf hatten wir dann doch keine Lust.

In Langsjö biegen wir nach Osten in Richtung des Sees Lillasjön ab. Parallel zum Ufer folgen wir einer Schotterpiste bis Törsbo, die wir dort aber zum Glück gleich wieder verlassen können.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits über 12 Kilometer hinter uns gebracht und wir ahnten schon, dass wir mit den 17

Kilometern wohl etwas daneben gelegen haben. Zunächst folgten wir aber einem angenehm breiten Waldweg für etwa 4 Kilometer bis zur Kreuzung der Landstraße nah Hamburg.

Ja, Hamburg 🙂 Ein kleines Örtchen in Südschweden mit großem Namensvetter. Auch wenn uns der Ortsname ein Lächeln auf’s Gesicht zauberte – der Weg nach „Hamburg“ war die Hölle…

4 Kilometer festgefahrene Schotterpiste – es wollte einfach kein Ende nehmen und zog sich elendig in die Länge.

„Hamburg“ selbst besteht eigentlich nur aus einem großen Hof und einer großen Viehherde…

„Hamburg“

Viel wichtiger aber ist: Die letzten 1,5 Kilometer von Hamburg bis zum See Löften verlaufen wieder über schön weiche und schmale Pfade – eine Wohltat.

Nach etwas über 22 Kilometern kamen wir dann endlich – heute ziemlich erschöpft – am Camp an und erlebten die nächste Überraschung: Obwohl die Hütte nahe am See Löften liegt gab es keinen direkten Zugang zum See. Zwischen Camp und See lag sumpfiges, mit Schilf zugewuchertes, Überschwemmungsgebiet.

Zum Glück ist ein Bach, der als Zufluss zum See dient, nur ein paar hundert Meter zurück in Richtung Hamburg. Auf der Terrängkartan ist er als Verbindung zwischen den beiden Überschwemmungsgebieten eingezeichnet.

Also kümmerte sich das Fräulein um ein kleines Lagerfeuer im Honey Stove Hobo während ich mich auf den Weg zurück machte um Wasser für das Abendessen und den morgigen Tag zu filtern.

Am Abend bauten wir das Innenzelt wieder im Windschutz auf und hingen den care plus Filter auf damit er über Nacht noch ein wenig Wasser filtern konnte. Durch den vielen Blütenstaub war der Filter nämlich leider schon relativ dicht und das Filtern dauerte eine Ewigkeit.

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